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Biogasbefeuerung in der Glasproduktion zur Energieeinsparung und Emissionsreduzierung

Seit April 2015 wird am Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. (GWI), Essen und am Institut der Hüttentechnischen Vereinigung der Deutschen Glasindustrie (HVG), Offenbach das IGF-Forschungsvorhaben mit dem Thema „Biogasbefeuerung in der Glasproduktion zur Energieeinsparung und Emissionsreduzierung - Untersuchung der Umsetzung an einer realen Glasschmelzwanne " (IGF/AiF-FV 18685 N) bearbeitet.

Das Ziel dieses Nachfolgevorhabens ist die Übertragung und Umsetzung der Forschungsergebnisse aus dem Projekt “BG-G“ (IGF-Nr. 397 ZN) an die realen Prozesse in der Glasproduktion. Dabei werden die Möglichkeiten und Auswirkungen der Teilsubstitution des Erdgases mit Rohbiogas bei der Befeuerung der Prozesse untersucht. Der Lösungsweg umfasst einerseits zeitaufwändige experimentelle Messreihen, umfangreiche Analysen sowie deren Auswirkungen auf das gesamte Prozess- und Verbrennungsverhalten und andererseits umfassende numerische und thermodynamische Betrachtungen inklusive deren Validierung. Ein großes Innovationspotential ist dem Projekt gegeben, da die direkte Nutzung von Rohbiogas als Ersatzbrennstoff für die zurzeit eingesetzten fossilen Primärbrennstoffe auch für viele andere Industriezweige interessant ist. Alle Betreiber von industriellen Feuerungsanlagen können zumindest zum Teil von den im Projekt zu erwartenden Ergebnissen profitieren. Durch den Einsatz von Brennstoff aus nachwachsenden Rohstoffen (erneuerbaren Energien) können sich die Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil für die Zukunft erarbeiten, indem Sie durch die Ergebnisse des Projektes in die Lage versetzt werden schneller und flexibler auf die sich verändernden Gegebenheiten im Brennstoffmarkt zu reagieren. Für alle technischen Feuerungsanlagen gelten die Grenzwerte der Emission für Schadgase, festgelegt in der TA Luft. Die Erkenntnisse des Projektes können dazu beitragen diese Grenzwerte zukünftig einzuhalten. Ebenso kann durch die Verwendung von Rohbiogas der Anteil der fossilen Brennstoffe herabgesenkt werden und somit dazu beitragen die natürlichen Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig kann durch den höheren CO2-Anteil im Brennstoff Rohbiogas ein klimaneutralerer Prozess aufgebaut werden, welcher die Umwelt weniger belastet. Die im Projekt erzielten Ergebnisse geben dann den Glaswannenbetreibern Empfehlungen an die Hand die Rohbiogaszufeuerung zu realisieren. Damit steigt dann voraussichtlich die Bereitschaft, dieses Konzept öfters in die Realität umzusetzen. Die genannten Aussagen zur industriellen Umsetzung dienen vor allem KMU, da diese auf diesem Wege von den Ergebnissen profitieren und somit ihre Standortsicherheit und Zukunftsfähigkeit gewährleisten.