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Museum Angewandte Kunst Frankfurt/M

Geschichte

Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main ist aus dem 1877 gegründeten Mitteldeutschen Kunstgewerbe-Verein hervorgegangen. Als Initiative von Frankfurter Bürgern war dieser Verein Träger einer Fachschule mit Bibliothek und einer Vorbildsammlung. Zunächst zur Rettung des Handwerks gedacht, entwickelte sich die Präsentation der Sammlung immer mehr im Sinne eines Museums. Das Museum ging 1921 in den Besitz der Stadt Frankfurt am Main über. Die Stadt machte das Museum 1936 zum ‘Museum für Kunsthandwerk’. 1945 wurde die durch Auslagerung erhaltene Sammlung behelfsweise im Städelschen Kunstinstitut und ab 1967 in der klassizistischen Villa Metzler am Schaumainkai gezeigt.

1985 erhielt das Museum einen Neubau durch den amerikanischen Architekten Richard Meier unter Einbeziehung der historischen Villa in das Museumskonzept. Es war damit der erste Museumsneubau in dem Projekt des ‘Frankfurter Museumsufer’. Mit dem Neubau und der erweiterten Präsenz der Museumssammlungen entwickelte sich eine intensive Ausstellungstätigkeit als Plattform für neue Fragestellungen zu dem komplexen Bereich der angewandten Kunst. Nachdem 1997 eine Abteilung für Produktdesign neu eingerichtet worden war, folgte im Jahr 2000 die Umbenennung des Museums in ‘Museum für Angewandte Kunst’.

2008 wurde die klassizistische Villa Metzler in Trägerschaft des Kunstgewerbevereins umfassend restauriert. Aus dem Sammlungsbestand wurden Epochenräume installiert. Seit 2012 heißt das Museum ‘Museum Angewandte Kunst’ und wurde durch eine Abteilung für Mode, Körper und Performatives erweitert. Das Museum Angewandte Kunst verzichtet auf eine Dauerausstellung zugunsten von Sonderausstellungen. Die Sammlung ist seither in den Stilräumen der Historischen Villa Metzler und einer Präsentation mit dem Titel ‘Elementarteile’ zu sehen. “In dieser ‘musealen Herzkammer‘ begegnen sich Exponate aus allen Sammlungsbereichen, Geografien und Zeiten gerade in ihrer Unterschiedlichkeit.“

Die Sammlungen


Die Sammlungen des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main umfassen 5000 Jahre Geschichte angewandter Kunst. Schwerpunkte sind Europäisches Kunsthandwerk, Buchkunst und Grafik, Kunst und Kunsthandwerk Ostasiens und des Vorderen Orients, sowie Internationales Produktdesign und Mode.

Zu den Sammlungen des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main gehört eine bedeutende Glassammlung. In der ersten Zeit nach Gründung lag das Augenmerk vor allem auf historischen Gläsern, dabei konnten immer wieder auch Gruppen europäischer Gläser aus wichtigen Privatsammlungen erworben werden. Sehr modern sammelte man in der Zeit des Jugendstils. Wichtige Erwerbungen und Schenkungen in der Zeit zwischen 1901 bis 1919 formen den anspruchsvollen, wenn auch kleinen Bestand an Gläsern dieser Epoche. Frühislamische und chinesische Gläser mit einem Schwerpunkt von etwa 100 Gläsern der Qing-Dynastie verleihen der Glassammlung ein besonderes Gewicht. Durch das Vermächtnis der Sammlung Kurt und Muzzi Pfoh, die zahlreiche venezianische und deutsche Gläser des 16. und 17. Jahrhunderts enthält, hat die Sammlung 1972 bedeutenden Zuwachs erfahren. Seit 1974 widmete das Museum der zeitgenössischen Glaskunst besondere Aufmerksamkeit. Umfassende Erwerbungen aus der großen internationalen Studioglasausstellung, die im Museum in Frankfurt 1976 diese Bewegung erstmals in Europa zeigte, hat sich ein markanter Schwerpunkt zu dieser internationalen Kunstströmung im Glas ausgebildet. Beispielhaft für die weiteren Entwicklungen sind Gruppen und Einzelwerken in der Sammlung vertreten. Die Triennale (1978 – 2011) bis 1999 die weltweit einzige Ausstellungsreihe zum zeitgenössischen Kunsthandwerk, hatte die Glaskunst immer im Fokus. Weiterhin untersuchten verschiedene Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten das Spektrum der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten in Glas. Zuletzt wurde 2014 aus der Glassammlung das Thema der Trinkkultur innerhalb der Ausstellung “Give Love Back. Ata Macias und Partner ausgestellt. Im Bereich der ‘Bibliothek des Erlesenen’ mit Büchern des Revolver Verlags und ausgesuchten Destillaten von Christoph Keller wurde das ‘Aussuchen’ als Strategie für das Sammeln im Museum am Beispiel der Trinkgläser thematisiert


Bilder aus der Ausstellung "Give Love Back" 2015 - Fotos Wieland Kramer

Aus der Ausstellung "Give Love Back" 2015
Waldglas Deutschland 15./16. Jh., oben mit Fälschungen 20. Jh. (1. 2. 4. 5. v. l.) unten Fränkisch 6./7. Jh. (1. 2. v. l.)
Stangengläser Deutschland 16.-18. Jh.
Humpen mit Emaibemalung Deutschland 16.-18. Jh.
Pokal blau Kerttu Nurminen, Finnland 1981, Inv.Nr.: 14360, Pokale Deutschland 17./18. Jh. und Wien E. 19. Jh.
Pokale, Deutschland 17./18. Jh. / Facon de Venise 17. Jh.
Becher, Böhmen k.k. Österreich 2. Viertel 19. Jh.
Flügelgläser „Facon de Venise“, C.H.F. Müller Hamburg 1865/70

Publikationen


Annaliese Ohm, Europäisches und Außereuropäische Glas, Museum für Kunsthandwerk Frankfurt am Main 1973 (1980); € 15,00
Margrit Bauer, Europäisches und Außereuropäisches Glas, C. und M. Pfoh-Stiftung, Museum für Kunsthandwerk Frankfurt am Main 1975.
Annaliese Ohm, Margit Bauer, Modernes Glas aus Amerika, Europa und Japan, Museum für Kunsthandwerk, Frankfurt am Main 1976.
Gunhild Gabbert, Chinesisches Glas, Museum für Kunsthandwerk Frankfurt am Main 1980, € 2,50
1.-10. Frankfurter Triennale: mit Groß Britannien 1978, € 2,50; mit den Niederlanden 1981, € 2,50; deutsch 1984; mit Finnland 1987, € 2,50; deutsch 1990; deutsch-deutsch 1994; mit (Süd)Korea 1997, € 26,00; mit Australien 2000; Mit USA 2003, € 29,00 €; mit einem Beitrag aus Südafrika 2011, € 28,99;
Ausstellungen zum Glas
1989, Tapio Wirkkala, Finnland, Glas für Venini; 1993, Joel Ph. Myers, USA, Glaslandschaften; 1996, Florian Lechner, Spannungszeichen € 8.50; 2012, Philippe Baldwin & Monica Guggisberg, Schweiz und USA, Au-delà du verre / Beyond Glass (Buchhandel)