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Museum August Kestner Hannover

Geschichte

Das älteste Museum der Landeshauptstadt besteht seit 1889 und ist seit November 2014 mit dem Historischen Museum Hannover/ Museum Schloss Herrenhausen im Verbund "Museen für Kulturgeschichte Hannover". Das Museum August Kestner ist benannt nach August Kestner (1777-1853), der während seiner Zeit als hannoverscher Gesandter in Rom eine beachtliche Anzahl ägyptischer und griechisch-römischer Kleinkunst sowie andere Kunstgegenstände sammelte. Nach seinem Tode erhielt sein Neffe, Hermann Kestner, die Sammlung mit der Maßgabe, diese der Heimatstadt Hannover zu übergeben. Im Jahre 1887 wurde das Erbe durch die Sammlung des hannoverschen Senators und Druckereibesitzers Friedrich Culemann erweitert. Diese besteht hauptsächlich aus mittelalterlichem Kunsthandwerk. Beide Sammlungen bilden den Gründungsbestand des Kestner-Museums. Im November 2007, am 230. Geburtstag von August Kestner, wurde das Haus umbenannt in Museum August Kestner.

Angewandte Kunst / Design.

Auf drei Etagen zeigt das Museum August Kestner als einziges Haus in Hannover und weitem Umkreis den Besuchern 6.000 Jahre angewandte Kunst in vier Sammlungsbereichen: Antike und Ägyptische Kulturen, Angewandte Kunst/Design und eine wertvolle Münzsammlung. Einen wichtigen Schwerpunkt dieser Abteilung bildet das mittelalterliche Kunsthandwerk aus der Sammlung Friedrich Culemanns und des Welfenmuseums. Die niedersächsische Romanik ist durch Elfenbein-, Bronze- und Emailarbeiten vertreten. Stickereien aus niedersächsischen Frauenklöstern runden diesen Bestand ab. Die Geschichte der europäischen Möbel lässt sich an rund zwei Dutzend ausgezeichneten Beispielen studieren. Außerdem werden Gefäße aus den klassischen Zentren der Majolika- und Fayence-Herstellung gezeigt. Unter den Gold- und Silberschmiede-Arbeiten befinden sich prachtvolle Zierpokale. Beim Porzellan der Barockzeit heben sich die Manufakturen Fürstenberg und Meißen besonders hervor. Ausgehend von einer repräsentativen Auswahl an Jugendstil-Objekten aus Glas, Keramik und Metall wird kontinuierlich eine Sammlung von Produktdesign des 20. Jahrhunderts aufgebaut.

Exponate

Das Museum verfügt über eine bedeutende Glassammlung

Glas der Antike - Nur wenige antike Gläser stammen aus der Gründungszeit des Museums. Eine große Zahl von Gläsern wurde aus dem Besitz von J. Schneider erworben, der einige Jahre in Jaffa lebte. Von 1900 bis 1951 konnten zusätzliche Privatsammlungen erworben werden. Durch Abgrenzung von Sammlungsgebieten kamen 1935 und 1936 Gläser aus dem Ruhrlandmuseum in Essen und dem Wallraff-Richartz-Museum. Aus dem Kunsthandel und Privatbesitz wurden weitere Einzelstücke erworben. Der Bestandskatalog von Ursula Liepmann 1982 verzeichnet 185 Objekte.

Mittelalter-Biedermeier - Auch hier gehören nur wenige Gläser aus den Sammlungen August Kestners und Friedrich Culemann zum Grundstock des Museums. Eine wesentliche Bereicherung erfuhr sie Glassammlung durch den Erwerb von 40 Exponaten aus der Sammlung des Glas-Industriellen Friedrich Heye, Obernkirchen. Der Bestandskatalog von Christel Mosel 1979 verzeichnet 319 Gläser, darunter Formglas aus Venedig und Mitteleuropa (63), Email- und Schwarzlot bemalte Gläser (45), geschnittene, geschliffene und Zwischengoldgläser des 17. und 18, Jh. (176) sowie Gläser des 19. Jh. (34).


Kanne östliches Mittelmeergebiet 3.-5- Jh., H 10 cm, Inv.Nr.: 1934,32
Amphora östliches Mittelmeergebiet 4.- Jh., H 13,3 cm, Inv.Nr.: 1934,90
Becher Naher Osten, um 1170-1270, H 10,7 cm, Inv.Nr.: 1929,418
Becher Deutschland 15. / A. 16. Jh., H 10 cm, Inv.Nr. 1929,136; Krug Deutschland 16. Jh. H 15 cm, Inv.Nr.: 1922,1; Becher Deutschland 15. Jh., H 7,5 cm, Inv.Nr.: W.M. XXIa,29; Stangenglas Niederlande/ Deutschland 17. Jh., H 15,5 cm, Culemann Verz.Nr. 714
Kuttrolf Venedig oder Facon de Venise 17. Jh., H 25,5 cm, Inv. 1961,51
Humpen Emailbemalung Deutschland dat. 1588, H 19,7 cm, Inv. 1911,96
Pokal Nürnberg Heinrich Schwanhardt 1680/90, Inv.1920,10
Ranftbecher Wien, Anton Kothgasser 1820, H 11,5 cm, Inv.Nr.: 1917.48

Publikationen

Christel Mosel, Glas Mittelalter-Biedermeier, 2. Auflage Hannover 1979;
Ursula Liepmann, Glas der Antike, Hannover 1982