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Römisch-Germanisches Museum Köln

Das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln besitzt weltweit die größte Sammlung römischer Glasgefäße. Die meisten Gläser waren in römischen Glashütten vor den Toren der Colonia Claudia Ara Agrippinensium geformt und dekoriert worden und blieben als Geschirrbeigabe in römischen Gräbern erhalten. Andere sind Import der frühen römischen Kaiserzeit aus Syrien in die Stadt an der Limesgrenze zum Freien Germanien oder Produkte fränkischer Glasbläser. Es gibt Gläser ganz unterschiedlicher Herstellungstechnik und Verzierungsart: Sandkern- und Goldbandgläser, in Formen geblasene Figurengefäße, Gläser mit kunstvoll aufgelegten Glasfäden oder eingeschliffenen Bildszenen. Höhepunkte der Sammlung sind das Miniatur-Bildnis des Kaisers Augustus aus grünem Glas, der mit Emailfarben bemalte Achillespokal und das Diatretglas mit seinem filigranen farbigen Netzwerk.

Exponate

So genannte Millefiorischale, ein aus zahlreichen farbigen Glasstückchen zusammengeschmolzenes, überschliffenes und poliertes Gefäß, 1. Jh. v. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Rippenschale aus entfärbtem Glas, Mitte 1. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
So genannter Bröckchenkantharos, Mitte 1. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Miniaturbildnis des Kaisers Augustus aus grünem Glas, frühes 1. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Mario Carrieri
Zwei Pokale aus grünem Glas mit Schlangenfadendekor, 3. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Mario Carrieri
Die gläsernen Schuhe, zwei Salbgefäße in Form von Sandalen. Ende 2./3. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Der bemalte Achillespokal erzählt den Mythos von der Entlarvung des jungen Achilles unter den Töchtern des Lykomedes. 2./3. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Die Taubenflasche, 3. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Mario Carrieri
Schale mit grünen und bernsteinfarbenen Nuppen, 1. Hälfte 4. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Mario Carrieri
Glasflasche in Form eines die Syrinx blasenden Affen im Korbstuhl. 1. Hälfte 4. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Mario Carrieri
Das Diatretglas. Der in griechischer Sprache verfasste Spruch „Trinke und lebe gut immerdar“, der gelbe Kragen und das grüne Netz sind aus der Glasmasse geschliffen. 1. Hälfte 4. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Konchylienbecher – mit Fischen und Muscheln dekoriert. 1. Hälfte 4. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Schliffschale mit Eberjagd, Ausschnitt. 4. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Mario Carrieri

Bibliographie zum Glas

F. Fremersdorf, Römisches Buntglas in Köln (Köln 1958).

F. Fremersdorf, Das naturfarbene sogenannte blaugrüne Glas in Köln (Köln 1958).

F. Fremersdorf, Römische Gläser mit Fadenauflage in Köln. Schlangenfadengläser und Verwandtes (Köln 1959).

F. Fremersdorf, Römisches Geformtes Glas in Köln (Köln 1961).

F. Fremersdorf, die römischen Gläser mit aufgelegten Nuppen (Köln 1962).

F. Fremersdorf, Die römischen Gläser mit Schliff, Bemalung und Goldauflagen aus Köln (Köln 1967).

P. La Baume, Römische Kleinkunst. Sammlung Karl Löffler (Köln 1983).

P. La Baume, Glas der Antiken Welt I (Köln o. J.)

F. Fremersdorf u. Polónyi-Fremersdorf, Die farblosen Gläser der Frühzeit in Köln 2. und 3. Jahrhundert (Mainz 1984).

D. B. Harden, Glas der Caesaren, Katalog der Ausstellung Corning – London – Köln – Rom (Mailand 1988).

M. Schleiermacher u. Zohrei Ovisi, Bergung und Konservierung des bemalten Glaspokals aus der Richard-Wagner-Straße, in: Kölner Jahrbuch 26, 1994, 585-593.

C. Höpken, Zu zwei römischen Glasöfen in Köln, in: Kölner Jahrbuch 31, 1998, 427-443.

C. Höpken, Orient trifft Okzident: Glas im Osten und Westen des Römischen Reiches, in: Kölner Jahrbuch 43, 2010, 379-398.

D. v. Boeslager, Römische Gläser aus Gräbern an der Luxemburger Straße in Köln. Typologie, Chronologie, Grabkontexte, in: Kölner Jahrbuch 45 (2012), 7-526.